Nachrichten

Freundschaften am arbeitsplatz schliessen: Eher ja oder eher nein?

Berufliches und Privates muss man auseinanderhalten. Zumindest haben wir das früher so geglaubt. Und jetzt? Jetzt bestehen zwischen den beiden Welten anscheinend immer weniger Unterschiede – als Folge einer Gesellschaft, in der wir über Soziale Medien rund um die Uhr Freunde sind. Privat, aber auch beruflich.

SELBSTVERTRAUEN DURCH FREUNDSCHAFT UNTER KOLLEGEN

Es ist ein Fakt: wenn Sie sich in Ihrer Haut wohl fühlen, bringen Sie bessere Leistung. Das gibt Menschen nämlich Selbstvertrauen, aber das ist erst der Anfang. Wie das kommt? Ganz einfach, die bekannte Maslow-Pyramide erklärt es uns. Wenn die primären Bedürfnisse (Grundbedürfnisse wie Essen und Sicherheit, weil man Arbeit hat) erfüllt sind, folgen die sozialen Bedürfnisse von selbst. Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir mit Arbeit. Es ist also selbstverständlich, dass soziale Kontakte am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle bei der Deckung dieser Bedürfnisse spielen. Werde ich im Betrieb geschätzt und so respektiert, wie ich bin? Passe ich eigentlich gut in die Gruppe? Das sind Fragen, die wir uns selbst bewusst oder unbewusst stellen. Durch freundschaftlichen Umgang mit Kollegen erreichen wir die nächste Phase von Anerkennung, Wertschätzung und Selbstrespekt.

WIN-WIN

Warum das so wichtig ist? Als Arbeitgeber oder Entleiher von Arbeitskräften wünschen wir uns natürlich eine möglichst hohe Arbeitsproduktivität. Wenn sich jemand in seiner Haut nicht wohlfühlt und zu seinen Kollegen keine guten Kontakte hat, kommt das der Motivation nicht zugute. Das geht auf Kosten der Arbeitsproduktivität und der Arbeitsqualität. Außerdem erhöht das die Wahrscheinlichkeit von Krankheitsausfällen. Und das kostet Geld. Aber Geld ist natürlich nicht das einzige, was zählt. Noch wichtiger ist das Wohlbefinden unserer Leute. Darüber sind wir uns einig: am Arbeitsplatz muss selbstverständlich gearbeitet werden. Freundschaft unter Kollegen wirkt dabei, genauso wie Hintergrundmusik, motivierend. Und motivierte Menschen sorgen letztlich für ein besseres Endergebnis, qualitativ wie quantitativ. Ob das wohl eine Win-win-Situation ist?

Back